Aerial Yoga: Erlebe das Gefühl der Leichtigkeit.

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Schwerelos in der Luft abhängen: Mit diesem besonderen Erlebnis hat Aerial Yoga die Yoga Welt in den letzten Jahren begeistert. Aber nicht nur Yogis und Yoginis schwören auf das befreiende Gefühl der Leichtigkeit: Beim Aerial Yoga findest du sowohl Sportler, die ihre Kraft trainieren wollen, als auch Chiller, die einfach abhängen wollen.

Um mehr über diese neue Yoga-Art zu erfahren, waren wir zu Besuch bei Janina. Janina bietet in ihrem Yoga Studio ‚Werde leichter!‘ in Köln Kalk Aerial Yoga an. Das kleine Studio erweckt eine gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre und ist sehr persönlich gestaltet. Neben Aerial Yoga, bietet Janina zudem eine Bandbreite an anderen Yogakursen an, sowie Yoga Retreats in Portugal und auch die Arbeit mit Klangschalen (Klangmassage und „Yoga und Klang“). Als professionelle Tänzerin hat Janina ein ausgeprägtes Körperbewusstsein und Expertenwissen zu Achtsamkeits- und Körpermethoden. In dem Interview haben wir sie über die Faszination Aerial Yoga ausgefragt. Viel Spaß!


Liebe Janina, was genau ist Aerial Yoga?

Aerial Yoga ist eine neue Yoga-Art, bei der du Yoga in und mit einem Tuch machst. Das trapezförmige Lycra Tuch hängt von der Decke über deiner Matte. Beim Aerial Yoga überlässt du dem Tuch einen Teil deines Körpergewichts oder gleich deinen ganzen Körper. Dadurch kannst du dich tiefer in Positionen hineinbegeben, Dehnungen intensivieren oder komplett neue, spielerische Bewegungen ausprobieren.

Wie genau Aerial Yoga in der Praxis aussieht, kannst du dir in dem Video anschauen:


Wie ist Aerial Yoga entstanden?

Aerial Yoga wurde vor etwa 10 Jahren von Luftakrobaten in den USA entwickelt. Die kamen auf die Idee ihr Vertikaltuch an zwei Enden der Decke, also wie eine Hängematte, zu befestigen, damit rumzuspielen und darin abzuhängen. Durch diese Verbindung von Elementen der Vertikalakrobatik mit Yoga Sequenzen entstand Aerial Yoga. Und genau diese Kombination aus akrobatischen Bewegungen und entspannenden Elementen macht Aerial Yoga so besonders.

Wie macht man Aerial Yoga?

Um Aerial Yoga zu machen, brauchst du ein Aerial Yoga Tuch und einen Raum, der mindestens 2,5 Meter hoch ist und stabile Decken (Stahlbeton) oder Holzbalken hat. Alternativ kannst du das Tuch auch outdoor an einem Baum befestigen. Die genauen Übungen oder Sequenzen hängen von deinen individuellen Präferenzen und dem Fokus deines Yogalehrers ab: Das kann sehr unterschiedlich sein.

Das Besondere am Aerial Yoga ist die Vielseitigkeit. Du kannst das Tuch auf viele verschiedene Weisen in deine Yoga-Praxis einbinden und dadurch immer neue Seiten an dir entdecken. So kannst du immer wieder neue Schwerpunkte setzen:

- Du kannst das Tuch als Unterstützung für klassische Yoga Haltungen nutzen. Dafür legst du abhängig von der Haltung einen Arm oder ein Bein in das Tuch, um dein Körpergewicht dem Tuch zu überlassen. Dadurch kannst du deine Aufmerksamkeit gezielter lenken und dich tiefer in die Haltung begeben.
- Du kannst beim Aerial Yoga durch schwingende und wirbelnde Übungen deine spielerische Seite entdecken.
- Du kannst das Tuch nutzen, um gezielt an deiner Kraft, deinen Bauch- oder Armmuskeln zu arbeiten.
- Du kannst das Tuch nutzen, um dich zu entspannen: Das Tuch ist so groß, dass du dich einfach reinlegen kannst. Es gibt unterschiedliche Positionen, in denen du genießen kannst, vom Tuch getragen zu werden und schwerelos von der Decke zu baumeln.


Für wen eignet sich Aerial Yoga?

Aerial Yoga kann jeder machen: Ganz gleich, wie alt oder in welcher körperlichen Verfassung du bist. Durch meine jahrelange Erfahrung, kann ich eine Aerial-Yoga-Stunde gezielt ausrichten: Zum Beispiel gestalte ich eine Stunde für ältere Teilnehmer so, dass ich das Tuch recht tief über den Boden hänge. So kann der Körper auf dem Boden liegen und nur die Beine ins Tuch genommen werden, um etwas zu schaukeln und die Wirbelsäule sanft zu mobilisieren. Es ist einfach für jeden das Passende dabei: Vom Sportliebhaber über den Träumer bis hin zum Therapeuten.
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Warum hast du dich entschieden, mit Aerial Yoga anzufangen?

Pure Neugier! Als Yogalehrerin finde ich es wichtig, immer wieder neue Yoga-Arten auszuprobieren und mich weiterzuentwickeln. Vor zwei Jahren habe ich von einem Aerial Yoga Workshop in meiner Nähe erfahren und mich direkt angemeldet. Ich wollte selber fühlen, wie es ist, kopfüber von der Decke zu baumeln. Und es war einfach ‚wow‘! So cool, dass ich mich entschlossen habe, diese Erfahrung weiterzugeben und eine Aerial Yoga Lehrerausbildung zu machen.

Was findest du besonders schön am Aerial Yoga?

Das Gefühl der Schwerelosigkeit und Leichtigkeit! Als ich das erste Mal in dem Tuch lag und einfach nur geschaukelt habe, fühlte ich mich angekommen, frei und leicht. Diese Leichtigkeit zu erfahren, ist ein sehr emotionaler Moment. Ich hatte schon Schüler, die von dieser Erfahrung so sehr berührt waren, dass sie weinen mussten. Vielleicht weckt dieses schwebende Gefühl auch tief vergrabene Erinnerungen in uns, wie, im Unterleib getragen zu werden. Ich weiß nicht genau, was da passiert, aber diese Schwerelosigkeit zu erfahren, verzaubert auf Anhieb.


Wofür benutzt du das Tuch am liebsten?

Immer nach Lust und Laune! Ich mag alles. Zum Beispiel finde ich es super befreiend, mich einfach kopfüber auszuhängen. Das hat einen richtig therapeutischen Nutzen, da die Wirbelsäule und der Rücken richtig schön gestreckt werden. Aber mich beruhigt auch das Gefühl, mich in das Tuch zu legen, schöne Musik anzumachen und sanft hin und her zu schwingen. Da ist dann wieder dieses wunderbare Gefühl der Schwerelosigkeit. Wie gesagt, das ist das Schöne am Aerial Yoga: Du kannst das Tuch komplett an deine Stimmung und an deine Bedürfnisse anpassen.

Was ist dir wichtig beim Yoga mit deinen Schülern oder Schülerinnen?

Yoga ist in meinen Augen eine Reise zu sich selbst. Darin stecken nicht nur körperliche Übungen, sondern auch Meditation, Entspannung, Atemübungen und Mantras. Die Reise ist nicht immer leicht, manchmal ist sie sogar echt anstrengend und herausfordernd; nämlich wenn wir uns mit dem auseinandersetzen, was wir sonst verdrängen oder ignorieren. Aber auf diesem Weg erfahren wir inneren Frieden, Zufriedenheit und eben ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit.

Als Yogalehrerin begleite ich diese Reise meiner Teilnehmer. Aber ich lege besonderen Wert darauf, Eigenverantwortlichkeit zu vermitteln. Ich gebe Hinweise und unterstütze, aber halte meine Schüler auch an, selber achtsam zu sein und ihren Körper zu spüren. Das fördert das Körperbewusstsein und die Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Fühlt sich das gut an, was du hier tust, oder stößt du an irgendwelche Grenzen?

Ich selbst bin einfach neugierig und offen und entdecke ständig neu, was Yoga für mich bedeutet. Zum Beispiel mit der Aerial-Yoga-Ausbildung ;-). Ich trage meine Euphorie in meine Stunden und lasse meine Schüler an dieser Entwicklung teilhaben.

Was ist besonders an dir als Yogalehrerin?

Das Persönliche: Ich lege sehr viel Wert auf den persönlichen Umgang mit meinen Schülern und passe meinen Unterricht gerne den Bedürfnissen meiner Teilnehmer an. Dafür spricht mein Raum Bände: Mein Yoga Studio ist Teil meiner Wohnung und bringt gar nicht mehr als sechs Teilnehmer unter. Beim Aerial Yoga sind es sogar nur vier. Allein durch diese quantitative Begrenzung, sind die Stunden sehr nah und persönlich. Meine Schüler schätzen diese gemütliche Wohnzimmeratmosphäre. Das ist etwas ganz Anderes als ein normales Fitness- oder Yogastudio: Die sind oft sehr groß und dementsprechend viele Teilnehmer sind auch in den Kursen.

Ich habe mich für dieses persönliche Format entschieden, da ich daran glaube, dass Yoga etwas sehr Persönliches ist. Daher solltest du deinen Raum und deine Aufmerksamkeit bekommen. Bei mir wird einfach jeder wahrgenommen.



Kannst du uns von einem schönen Moment mit einem deiner Teilnehmer erzählen?

Es gibt immer wieder schöne Momente, in jeder Yoga Stunde. Und überhaupt dieses Gefühl, wenn nach der Yogastunde alle einfach strahlen und glücklich nach Hause gehen, überwältigt mich jedes Mal aufs Neue. Es kommt auch immer wieder vor, dass meine Teilnehmer mir später nochmals Rückmeldung geben, wie sehr ihnen die Yoga Stunde gefallen hat. Das freut mich immer wieder riesig.

Was erwartet Yogis und Yoga-Interessierte, wenn sie bei dir eine Yoga Stunde buchen?

Ein sehr persönlicher Unterricht, der durch sehr viel Erfahrung und viel Leidenschaft geprägt ist. Durch mein Tanzstudium und meine Arbeit als Tänzerin habe ich ein sehr ausgeprägtes Körperbewusstsein und einen umfangreichen Bewegungswortschatz von Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen: Von der Feldenkrais Methode über die Alexandertechnik hin zu BodyMindCentering (BMC). Dieses fachliche Wissen fließt natürlich in meinen Yoga Unterricht mit ein. Das merken und schätzen meine Schüler.

Dieses Wissen inspiriert mich, immer wieder neue Kombinationen von Körper- und Energiearbeit zu entwickeln. Gerade arbeite ich an einem neuen Konzept, um Schwingung unterschiedlich zu erfahren: sanftes Aerial Yoga mit Klangschalen! Aber psst, das ist noch geheim ;-)


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