Mein erstes Surfcamp: Das lernst du in einer Woche.

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Ein Interview mit Sophia aus Köln.

Die Faszination Surfen packt immer mehr Menschen in Deutschland. Doch wie fängst du selber an Surfen zu lernen? Und kann das überhaupt klappen, wenn man selbst nicht am Strand wohnt? Genau diese Fragen hat sich auch Sophia gestellt. Sie war zwar immer fasziniert vom Surfen, hat es aber selbst nie ausprobiert.

Ende letzten Jahres war Schluss damit. Sie hat von immer mehr Freunden gehört, dass es möglich ist Surfen zu lernen, auch wenn man vorher nichts damit zu tun hatte. Das hat sie endgültig angesteckt: Sie wollte Surfen lernen.

So war der Koffer schnell gepackt und ab ging es in ein Surfcamp auf Sri Lanka. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin war sie für eine Woche im Surfer Hot Spot Arugam Bay. Wir haben anschließend mit ihr über ihre ersten Surf-Erlebnisse gesprochen und sie über ihr erstes Surf-Camp ausgefragt. Wir garantieren dir, du wirst auch ganz schnell deinen Koffer packen wollen ;-)

Liebe Sophia, erzähl uns doch kurz, wie du auf Surfen gekommen bist – warum wolltest du es unbedingt lernen?

Mich hat Surfen schon immer begeistert: Dieser Surfer-Kult, die Leichtigkeit und das besondere Gefühl. Auf meinen Reisen habe ich auch immer wieder Surfer gesehen. Jedes Mal hat es mich direkt gepackt und ich saß einfach nur lange da und habe die Surfer in den Wellen beobachtet. Besonders in Muizenberg in Südafrika war ich total beeindruckt, wie die Jungs und Mädels die riesen Wellen geritten sind. Mir war klar, dass ich das unbedingt lernen will.



Wieso hast du dich dann für ein Surfcamp entschieden? Du hättest ja auch einfach in den Urlaub fliegen können und dir dann eine Surfschule suchen können?

Eine Woche ist nicht viel Zeit. Und ich wollte Surfen nicht nur ausprobieren, sondern wirklich etwas lernen. Ich wollte nach der Woche das Gefühl haben, dass ich etwas erreicht habe und Surfen kann. Auch wenn es nur der Anfang ist.

Wenn du das schaffen willst, reicht es nicht aus, sich mal ein Surfbrett auszuleihen oder eine Surfstunde zu nehmen. Ich musste das selber schmerzlich feststellen: Vor einiger Zeit habe ich mir mal im Urlaub in Kalifornien einen Surf-Lehrer genommen. Wir waren zwar zwei Stunden im Wasser, aber ich habe weder viel verstanden, noch etwas gelernt.

In einem Surfcamp ist das anders, da kriegst du die volle Intensität: Es dreht sich den ganzen Tag alles nur ums Surfen. Zudem gefällt mir der Gedanke, dass du mit Menschen zusammen bist, die alle im selben Boot sitzen. Alle haben ein gemeinsames Ziel: Surfen zu lernen.

Und wie kamt ihr dann auf Sri Lanka?

Wir wollten nicht nur Surfen lernen, sondern eine unvergessliche Reise erleben. Und da meine beste Freundin und ich beide große Südostasien Fans sind, haben wir geschaut, wo du in Südostasien gut Surfen lernen kannst. Da Sri Lanka bekannt für gute Wellen für Anfänger ist und die Landschaft uns direkt begeistert hat, war die Entscheidung schnell getroffen.

Zudem ist es verhältnismäßig günstig: Wir haben für die eine Woche 450 Euro bezahlt. In dem Preis war die Unterkunft, Verpflegung am Morgen, Surfbretter, Unterricht, Fahrten und die Theorie enthalten. In Kalifornien hätte das so nicht geklappt ;-)

Erzähl uns doch mehr über das Surfcamp. Wie war euer typischer Tagesablauf?

Unser Tag war voll durchorganisiert. Das war aber total angenehm, du musstest dich um nichts kümmern: Wir sind morgens um 4:30 Uhr für die erste Surf-Session geweckt worden. Da ich absolut kein Freund vom frühen Aufstehen bin, dachte ich am Anfang nur: ‚Oh mein Gott, wie soll ich um 4:30 Uhr in der Nacht aufstehen‘. Später musste ich feststellen, dass Surfen das Erste ist, wofür ich gerne so früh aufstehe: Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn du um 5 Uhr mit deinem Surfbrett ins Wasser springst, während über dir die Sonne aufgeht und der Himmel knallrot ist. Du vergisst einfach alles um dich herum.


Nach 1,5 Stunden im Wasser sind wir mit dem Tuk Tuk zurück gefahren, kurz Duschen gegangen und anschließend gab es eine Yoga Stunde. Das war der perfekte Ausgleich zum frühen Aufstehen und dem Adrenalin in den Wellen. Du bist wieder zur Ruhe gekommen und hast deine innere Balance gestärkt.

Nach dem Frühstück stand die Videoanalyse an: Du wirst bei deinen Surf-Sessions gefilmt und schaust dir die Videos gemeinsam mit den Lehrern an. Wie bist du in die Welle reingekommen, wie bist du aufgestanden und wie war der Ritt? Nach der gemeinsamen Analyse, hast du eine Aufgabe für die Surf-Session am Nachmittag bekommen.

Bevor es mit der Aufgabe im Gepäck wieder ins Wasser ging, hatten wir aber erstmal Zeit zum Schlafen. Das gehört eben auch zum Surfer-Lifestyle dazu ;-)

Bei unseren Surf-Sessions waren wir immer 7-10 Schüler auf 3-4 Surf-Lehrer verteilt. Durch dieses super Verhältnis war dir Aufmerksamkeit garantiert. Vor allem am Anfang haben die Surf-Lehrer uns geholfen in die Wellen zu kommen. Also uns gesagt, welche Welle wir nehmen sollen, uns angeschoben, damit wir in die Wellen reinkommen und laut geschrien, wann wir aufstehen sollen.

Das heißt, ihr habt euch in dem Surfcamp auch mit der Theorie des Surfens beschäftigt?

Ja definitiv. Die Videoanalyse stand immer in Verbindung mit der Theorie. Stück für Stück haben wir uns mit den verschiedenen Themen beschäftigt: Angefangen damit, wie überhaupt das Meer funktioniert und warum Wellen entstehen, bis hin zu Sicherheitsthemen und den ungeschrieben Surfer-Regeln, damit du weißt, wie du dich im Wasser verhältst. Das besondere an diesen Sessions war die Atmosphäre: Du hast neben dir das Meer rauschen gehört.

Welche Fortschritte und Erfolge hattest du in deinem Surfcamp?

Mein Ziel war es selber eine Welle zu bekommen und diese zu surfen. Also wirklich ganz ohne Hilfe. Und das habe ich geschafft: Ich habe mir eine Welle ausgesucht, bin ohne angeschoben zu werden, rein gepaddelt, aufgestanden und gesurft. Ich kann zwar noch nicht sagen, dass ich überall einfach ins Wasser gehen kann und Surfen gehen kann, aber ich hatte mein absolutes Erfolgserlebnis. Damit hatte ich alles erreicht, was ich in der Woche erreichen wollte. Jetzt bin ich einfach nur noch angefixt.

Ein weiteres Erfolgserlebnis war mein Surfbrett: Am Anfang bin ich mit einem Soft-top Board Surfen gegangen. Da das nach zwei Tagen schon super geklappt hat, habe ich ein Hard-top Board ausprobiert. Es war zwar erst etwas wackelig, aber auch das ging dann irgendwann gut.

Alles über die verschiedenen Arten von Surfbrettern findest du hier: http://moverii.de/blog/finde-das-passende-surfbret....

Was war für dich das Besondere an deinem Surfcamp?

Bei mir sind besonders zwei Dinge hängen geblieben: Zum Einen, dass ich so eine starke Begeisterung für das Surfen entwickelt habe. Ich habe wirklich von Tag zu Tag mehr gemerkt, wie viel Spaß das macht und dass ich das auch weitermachen will. Ich war mir vorher schon ziemlich sicher, dass Surfen mir Spaß machen wird, aber so krass? Damit habe ich selber nicht gerechnet.

Das Zweite ist dieses Gefühl, dass du in einer komplett anderen Welt bist, sobald du mit deinem Surfbrett im Wasser bist. Du schaltest komplett ab und alles Andere ist fernab. Ich habe sogar vom Surfen und den Wellen geträumt.


Würdest du anderen auch empfehlen, mit einem Surfcamp zu starten, wenn sie Surfen lernen wollen?

Unbedingt. Allerdings würde ich genau darauf achten, zu welchem Surfcamp man fährt. Da gibt es große Unterschiede: Ich habe auf Sri Lanka mit vielen Menschen gesprochen, die in anderen Surfcamps waren und nicht zufrieden waren. Vor Ort habe ich auch herausgefunden, dass es zertifizierte Surf Lehrer gibt. Darauf sollte man achten.

Wenn man ein gutes Surfcamp findet, ist es ein super Weg, um Surfen zu lernen. Du bekommst den ganzen Surfer-Spirit mit, bist nur von Menschen umgeben, die auch Surfen lernen wollen und beschäftigst dich mit nichts Anderem außer dem Surfen. Besser geht’s nicht :-)

Dein Surf-Camp ging nur eine Woche. Das ist ja wirklich nicht lang. Hat das gereicht oder sollte man lieber mehr Zeit mitbringen?

Ich wünschte ich hätte mir noch mehr Zeit genommen. Ich war nach der einen Woche total angefixt und hatte totale Lust weiter zu machen. Vor allem wäre die Lernkurve ab dem Punkt wahrscheinlich nochmal steiler bergauf gegangen.

Wenn man aber nur so wenig Zeit hat, würde ich trotzdem jedem empfehlen, die Woche zum Surfen lernen zu nutzen. Ich war selbst erstaunt, wie viel man in einer Woche erreichen kann. Und irgendwann muss man einfach mal anfangen und ein Gefühl dafür bekommen, ob man mehr Zeit investieren möchte oder nicht. Ich will es in jedem Fall ;-)


Was möchtest du Anderen für ihr erstes Surfcamp mitgeben?

Lass dich auf keinen Fall abschrecken: Surfen zu lernen, ist am Anfang echt hart. Es gehört dazu, dass du mal richtig durchgespült wirst. Und du darfst auch nicht zimperlich sein, was Verletzungen angeht: Ich hatte überall Schürfwunden. Dafür lohnt es sich, wenn du durchhältst: Der Erfolg wird kommen!

Wie du erfolgreich Surfen lernst, erfährst du HIER im Blogartikel.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Die nächste Surf-Reise ist schon fast gebucht. Ich möchte gerne wieder ein Surfcamp mit einer tollen Fernreise verbinden. Auf meiner Suche nach etwas Exotischem außerhalb von Europa, bin ich auf Costa Rica und Panama gestoßen. Da möchte ich jetzt auch meinen Freund fürs Surfen begeistern.

Vielen Dank für die Einblicke in dein erstes Surfcamp!

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