Surfen auf den Kanaren: Einsame Wellen auf den Inseln des ewigen Frühlings

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Wer träumt nicht davon: Surfen bei warmen Temperaturen in traumhafter Kulisse und am besten noch ganz alleine am Spot? Die Kanaren sind bei weitem kein Geheimtipp mehr, doch mit einem fahrbaren Untersatz kann man entlegene Spots erkunden und hat so manche Welle ganz für sich. Neben ganzjährig guten Surfbedingungen findet man hier auch Camps für Wellenreiter, UNESCO-Kulturschätze und einen entspannten Insel-Vibe.

Surfen auf den Kanaren im Quickcheck

Die Kanaren bieten sanfte Beach- und herausfordernde Reefbreaks

Anfänger, Fortgeschrittene und erfahrene Surfer finden hier die passenden Surfbedingungen

Das ganze Jahr über Sonne und angenehme Temperaturen (Im Durchschnitt 23 Grad)toll

Günstigere Lebenshaltungskosten dank Inselsteuer

Auf Gran Canaria und Teneriffa ganzjährig gute Surfbedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene

Wenn du dich nicht entscheiden kannst: In nur 30 Minuten bist du von der einen auf der anderen Insel

Die Kanaren sind wie ein eigener Kontinent, allein auf Gran Canaria erstrecken sich 14 verschiedene Mikroklimazonen. Von trocken-heißen Küstenregionen bis hin zu kühlen Gebieten mit Hochgebirgsklima bieten die Inseln viel Abwechslung. Mancherorts stehen dichte Wälder mit Lorbeer- oder sogar Drachenbäumen soweit das Auge reicht, anderswo erstreckt sich eine Mondlandschaft bis zum Horizont. Kein Wunder, schließlich sind die Kanaren vulkanischen Ursprungs. Die Ozeane formten über Jahrmillionen hinweg die erstarrte Lava zu einigen der besten Riffe in ganz Europa. Unter Wellenreitern sind Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria deshalb sehr beliebt.

Geologisch zählen die kanarischen Inseln zu Afrika, was schon viel über die milden Temperaturen dort verrät. Dank des subtropischen Klimas liegt die Durchschnittstemperatur übers Jahr gerechnet bei 23 Grad, kälter als 20 Grad wird es auch im Winter selten und der dicke Winterneo kann zu Hause bleiben. Nicht umsonst werden die Kanaren auch als die Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet.

Zu dieser autonomen Region Spaniens zählen Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro, wobei Lanzarote selbst aus mehreren kleinen Inseln besteht, darunter die berühmte La Graciosa.

Nirgendwo sonst in Spanien gibt es übrigens mehr Naturschutzgebiete als hier, entsprechend einzigartig und unberührt sind die Landschaften. Es ist wohl kein Zufall, dass das Clean Ocean Project von einem Surfer auf der kanarischen Insel Fuerteventura gegründet wurde, um die wundervolle Natur dort zu schützen. Seine Idee der Beach-clean-ups ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt. Zum Glück, denn vor den Küsten der Kanaren tummeln sich unter anderem Schildkröten, Mantas, Delfine, Zackenbarsche und sogar Bartenwale und Pottwale.

Entspannte Bewohner: „Verschneite Ruhe außen und Feuer im Herzen“

Die Mentalität der Einheimischen kommt Surfern sehr entgegen, denn das Leben auf den Inseln ist vor allem eins: Entspannt. Doch aufgepasst, manche Kanaren bestehen darauf, nicht als Spanier bezeichnet zu werden, sie haben eine starke regionale Identität. Das ist auch geschichtlich bedingt: Während der Franco-Diktatur, die bis 1975 dauerte, wurde die lokale Kultur und Sprache hier unterdrückt – wie auch in anderen Regionen Spaniens. Deshalb zeigen sich die Kanaren heute stolzer denn je ob ihrer Herkunft. Ansonsten sind sie herzlich, freundlich und relaxed. „Die Kanaren sind wie der Riese Teide – verschneite Ruhe außen und Feuer im Herzen“, so ein altes Volkslied.

Ganz oben auf der To-do-Liste der Einheimischen scheint zu stehen, das Leben zu genießen. Wohl deshalb läuft der Alltag auf den Kanaren gemütlicher ab, als in Deutschland. Man hat einfach mehr Zeit und wenn nicht, dann nimmt man sie sich. Wer deutsche Effizienz erwartet, wird an manchen Stellen schnell ungeduldig, doch mit der richtigen Einstellung gewinnst du dem gemächlichen Tempo auf den Inseln des ewigen Frühlings schnell viel Positives ab und schaltest selbst einen Gang runter. Denn, was braucht man eigentlich mehr als den Ozean, Sonne und gute Wellen?

Erschwingliche Surfcamps: Günstigere Lebenshaltungskosten als auf dem Festland

Auf den Kanarischen Inseln gibt es keine Mehrwertsteuer, sondern eine lokale Steuer auf den Verbrauch. Diese Inselsteuer liegt mit einem Satz von 7 Prozent aber deutlich unter dem Mehrwertsteuersatz des Festlandes. Dadurch wird es möglich, die Lebenshaltungskosten relativ niedrig zu halten, auch wenn die Transportwege übers Meer deutlich kostenintensiver sind, als auf dem Festland.

Ideal ist, wenn man den frischgefangenen Fisch am Hafen oder saisonales Gemüse am Wochenmarkt kauft und klassische Touristenfallen wie überteuerte Restaurants an beliebten Badestränden meidet. Unterm Strich kommt man dann sogar günstiger weg als in spanischen Metropolen wie Barcelona oder Madrid. Auch die Surfcamps und –kurse auf der Insel sind vergleichsweise erschwinglich.

Welche Insel eignet sich für deinen Surfurlaub auf den Kanaren?

Ob du Fuerteventura, Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote für deinen Surfurlaub wählst, hängt ganz von deinen persönlichen Vorlieben und deinem Surflevel ab. Die kanarischen Inseln bieten eine solche Vielfalt an Spots, dass sich nicht alle aufzählen lassen. Klar ist: Es ist für jeden etwas dabei!

Lanzarote

Kurz gesagt ist Lanzarote geprägt von schwarzem Lavagestein und türkisblauem Wasser. Die Surfspots dort gelten als anspruchsvoll, aber vergleichsweise wellensicher und die beste Reisezeit ist zwischen September und Januar. Perfekt geeignet ist die Insel für Fortgeschrittene, die eine neue Herausforderung in den Wellen suchen. Beginner sollten hingegen vorsichtig sein. Der einzige anfängertaugliche Spot Lanzarotes ist wohl Famara. Authentischer als dort geht es kaum, abgesehen von ein paar Bars und wenigen lokalen Geschäften gibt es hier nicht viel – außer Sonne, Meer und Wellen. Für Taucher hält die Insel das spektakulärste Museum der Welt bereit. Der Künstler Jason deCaires Taylor installierte am Meeresgrund in zwölf Metern Tiefe mehr als 300 Skulpturen und Kunstwerke.

Für einen Surfurlaub auf Lanzarote empfehlen wir dir dieses Surfcamp für Girls only:

Surf & Yoga Urlaub für Frauen im Naturschutzgebiet auf Lanzarote

Fuerteventura

Fuerteventura ist der Klassiker, hier finden Anfänger wie Fortgeschrittene beste Bedingungen. Die berühmte Northshore ist eher für fortgeschrittene Surfer geeignet, Beginner werden im Süden glücklich – oder im Sommer, wenn der Swell weniger stark und die Wellen niedriger sind. Wer schon geübter ist, kommt zwischen November und Dezember auf seine Kosten, Anfänger können zwischen Juli und November auf die Insel fliegen.

Fortgeschrittene finden auf Fuerteventura oftmals hervorragende Wellen, um ihre Technik zu schulen. Trotzdem kann auf der Insel, die übersetzt „starker Wind“ heißt, auch mal eine stärkere Brise wehen. Da sie geografisch sehr flach ist – der höchste Berg ist gerade einmal 800 Meter hoch – hält den Passatwind gerade im Sommer kaum etwas auf. Surf-Anfängern ist das meist egal, doch wer auf der Suche nach der perfekten Welle ist, muss sich darauf einstellen, dass der Wind hin und wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Wenn Fuerteventura das Reiseziel deiner Wahl ist, empfehlen wir dir dieses Surfhaus in El Cotillo:

Stylisches Surfhaus mit Meerblick an Fuerteventuras Nordküste

Gran Canaria

Gran Canaria eignet sich gut für alle, die gerne in einer Stadt wohnen und mit dem Board unterm Arm zum Spot laufen wollen, denn einige der besten Wellen sind fußläufig von der Hauptstadt Las Palmas aus erreichbar. Doch wer einen fahrbaren Untersatz hat, findet etwas weiter entfernt weniger überlaufene Surfspots. Ein weiterer Pluspunkt, der für diese Insel spricht, sind die ganzjährig guten Surfbedingungen. Wellenreit-Profis werden wahrscheinlich nur im Winter und Frühling zwischen November und März bei gutem Swell glücklich, alle anderen finden auch in der Nebensaison und damit das ganze Jahr über surfbare Wellen und haben Spaß auf dem Wasser. Auch sonst gibt es auf Gran Canaria viel zu entdecken. Spannend sind zum Beispiel die Höhlen Risco Caído. Sie zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe, unter anderem, weil sie Zeugen einer Kultur sind, die fast zwei Jahrtausende ohne Kontakt zur Außenwelt lebte.

Unsere Empfehlung für deinen Surfurlaub auf Gran Canaria ist das HiTide Surfhaus:

Modernes Surfhaus direkt am Strand von Las Palmas

Teneriffa

Teneriffa wird vom Teide, dem höchsten Berg Spaniens dominiert. Ein Pluspunkt für Wellenreiter, denn der 3715 Meter hohe Gipfel bietet Windschutz vor dem Nordost-Passat. Surfer auf Teneriffa können dadurch besonders cleane Wellen genießen.

Von Norden bis Süden warten zahlreiche Spots auf Wellenfans und die Surfbedingungen sind ganzjährig gut. Riesen Wellenmonster kommen auf dieser kleinen Atlantikinsel selten an – wenn dann in den Wintermonaten und im Norden. Ansonsten sind die Wellen vergleichsweise moderat und damit perfekt, um mit dem Sport zu beginnen oder auf den Grundlagen aufzubauen, ein Pluspunkt also für Anfänger und Aufsteiger.

Wer sich noch nicht in echte Wellen traut, kann auf der Insel die größte künstliche Welle der Welt im Siam Park reiten. Neben wunderschönen Landschaften findest du auf Teneriffa übrigens auch einen der größten Straßenkarnevals der Welt, langweilig wird dir also garantiert nicht.

Unsere Empfehlung für ein Surfcamp auf Teneriffa ist unser Partner Surf Life Teneriffa:

Surfhaus im Süden Teneriffas: Natur, Leidenschaft & Spaß

Dein Surfabenteuer beginnt auf den Kanaren

Egal für welche Region du dich entscheidest, dein Surfurlaub auf den kanarischen Inseln wird garantiert unvergesslich. Wenn du Neoprenschuhe und einen 3/2er Wetsuit im Gepäck hast, bist du schon bestens auf alles vorbereitet. Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen, um über die berühmten Dirtroads auch zum entlegensten Surfspot zu gelangen, um abseits der Massen die grünen Wellen zu nehmen. Diese Erkundungstouren haben etwas von Abenteuer und werden oft mit besonderen Entdeckungen belohnt: Eine verlassene Bucht; ein Kliff mit atemberaubender Aussicht auf den Ozean; eine gute Welle an einem einsamen Strand; oder einfach eine kleine Bäckerei, die den besten Kaffee der Insel verkauft. Bei solchen Trips kommst du an Orten vorbei, in denen die Welt noch in Ordnung scheint und im Gespräch mit Einheimischen erfährst du die ein oder andere Besonderheit über die Insel, die dir sonst verborgen geblieben wäre.

Bei der Wahl deines Mietwagens solltest du übrigens darauf achten, dass Steinschläge und Kratzer nicht allzu sehr ins Gewicht fallen oder vielleicht sogar inklusive sind. Manche Anbieter auf der Insel sind darauf spezialisiert und bieten die entsprechenden Angebote. Wenn du die Dirtroads entlang bretterst und dir an manchen Stellen den Weg über Geröll bahnst, wirst du wissen warum.

Für Anfänger und Fortgeschrittene, die noch etwas dazulernen möchten, sind Surfcamps auf den Kanaren absolut empfehlenswert. Hier arbeiten Profis, die dir noch etwas beibringen können. Die Lernkurve ist deutlich höher als bei deinem Surfurlaub auf eigene Faust. Täglich kannst du an Turns und Techniken feilen und erhältst direkt hilfreiches Feedback von deinem Coach. Außerdem triffst du auf Gleichgesinnte! Ihr könnt eure Reisegeschichten aus aller Welt teilen, nächtelang Partys feiern oder mit einem kalten Bier auf das nächste Abenteuer anstoßen. Ausgewählte Surfcamps auf den Kanaren findest du hier:

Entdecke die besten Surfcamps auf den Kanaren

Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob die Kanaren das passende Reiseziel für dich ist und welches Surfcamp am besten zu dir passt, dann kontaktiere einfach Adrian, den Autor des Artikels. Er ist für dich auf die Kanaren gereist und hilft dir gerne, bei all deinen Fragen und Wünschen:

Adrian

0163 3122 260

Direktnachricht

adrian@moverii.de


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