Surfen lernen: Dein Weg in die Freiheit

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In vielen Ländern der Welt ist Surfen mehr als nur ein Sport. Surfen ist ein Lebensstil. Auch in Deutschland wird Surfen immer beliebter und ich treffe immer mehr Menschen, die Surfen oder Surfen lernen wollen.

Surfen zu lernen ist schwieriger als du es von anderen Sportarten kennst - du brauchst Durchhaltevermögen. Dafür lohnt es sich umso mehr: Das Gefühl in einer Welle zu stehen ist unbeschreiblich. Aber nicht nur das: Alleine die Suche nach der perfekten Welle und das Entspannen auf deinem Surfboard im Meer sind das pure Freiheitsgefühl.

Für mich hat Surfen einiges verändert. Den einen Weg dahin gibt es nicht. Du musst den für dich richtigen Weg finden. Meinen Weg und die verschiedenen Möglichkeiten, wie du Surfen lernen kannst, findest du in den folgenden Zeilen.

Mein Weg Surfen zu lernen.

Für mich begann das Surfen lernen mit meinem Auslandssemester. Bei den ersten Überlegungen, wo es hingehen soll, wusste ich nur, dass ich weit weg will. Ich wollte irgendwo hin, wo es warm ist und der Strand nicht weit sein kann. Ich wollte in eine andere Welt.

Ein konkretes Ziel hatte ich nicht im Kopf. Ich war auch nie der Typ, der sich lange informiert und gesucht hat. So kam es, wie es kommen musste: Bei einem täglichen Gespräch bei der Arbeit, erzählte ein Kollege von seinem Auslandssemester auf Bali. Ich fing an nachzufragen und schnell war mir klar: Ich muss nach Bali!

Zu Hause habe ich mich sofort hingesetzt und die Bewerbung geschrieben. Nach kurzem Zittern, kam endlich der Brief mit der Zusage. So landete ich für vier Monate auf Bali.



Meine ersten Tage im Surfer-Paradies.

Im März 2014 ging es ohne große Planung los. Ehrlich gesagt hatte ich nicht nur keinen Plan, sondern wirklich einfach keine Vorstellung, was mich am anderen Ende der Welt erwarten wird. Und an Surfen hatte ich bis dahin überhaupt noch nicht gedacht.

Dafür hatte ich das Glück, die beste Begleitung zu haben: Für die ersten drei Wochen waren zwei sehr gute Freunde mit dabei. Für die restliche Zeit hat sich meine Freundin ein Sabbatical genommen und konnte für ganze drei Monate mitkommen.

Der erste Eindruck war perfekt: Es war wunderschön warm. Die Menschen waren unglaublich freundlich und wirkten nicht gestresst, sondern glücklich. Überall gab es Strände und Meer. Nur bei dem Verkehr habe ich mich gefragt, wie ich hier jemals Roller fahren soll ;-)

Surfen lernen mit der richtigen Surfschule.

Das Thema Surfen ist auf Bali mehr als präsent. An fast allen Stränden im Süden und Westen siehst du Surfer. Dementsprechend oft haben auch wir Surfer beobachtet. Mich hat es von Anfang an fasziniert. Trotzdem hat es drei Wochen gedauert, bis ich es endlich selber ausprobiert habe.

Bei der Wahl unser Surfschule hatten wir totales Glück. Meine Freundin und ich haben versucht uns Online zu informieren, bis auf die Preise waren wir danach aber nicht wirklich schlauer. Daher haben wir uns mit unseren Rollern und ein paar Adressen im Gepäck auf den Weg gemacht und uns verschiedene Surf-Schulen angeschaut. Als wir bei Bali Green Surf reingekommen sind, war uns sofort klar: Hier wollen wir bleiben und Surfen lernen.

Das kleine Büro liegt in Seminyak, drei Minuten vom Strand und den Wellen entfernt. Für uns nur wenige Minuten mit dem Roller. Die Bar und Bänke waren aus Holz und Bambus selber gemacht. Auf den Bänken lagen fünf entspannte Locals, die gleichzeitig auch die Inhaber waren. Die Begrüßung war direkt herzlich und wir kamen ins Quatschen. Ein paar Geschichten und Getränke später, war die erste Surf-Stunde für den nächsten Tag beschlossene Sache. Im Nachhinein war es für uns der Anfang einer Freundschaft.


Die ersten Momente beim Surfen lernen.

Am nächsten Morgen ging es für uns ungewohnt früh wieder in Richtung Surf-Schule. Nach kurzem Warten, war der Bulli mit den riesengroßen Surfboards gepackt und es ging los. Eigentlich dachten wir, dass wir in Seminyak bleiben, aber die Wellen waren anscheinend nicht gut und so ging es in Richtung Unbekannt.

Unser Ziel hieß Turtle Island, ein wunderschöner Strand im Osten der Insel. Wir waren so gut wie alleine und lernten hier auch endlich unseren Surf-Lehrer kennen. Anfangs dachte ich, es sei ein Witz. Denn er hieß Little T und war 14 Jahre alt (Mittlerweile heißt er natürlich nur noch T ;-)). Als er anfing zu erklären, war ich erstaunt über sein Wissen und sein Englisch. Langsam merkte ich, das ist alles andere als ein Witz. T surfte schon sein ganzes Leben und hat an einigen Wettbewerben teilgenommen, teilweise sogar gewonnen.

Wie entstehen Wellen und in welcher Regelmäßigkeit? Mit dieser Frage startete T und erklärte uns den Unterschied zwischen Reef Breaks, Point Breaks und Beach Breaks, die Rolle, die der Wind dabei spielt und was Swells sind. Anschließend zeigte er uns, wie er auf dem Surfboard liegt und aufsteht, beziehungsweise aufspringt. Und zum Abschluss haben wir noch eine kurze Sicherheitseinführung bekommen. Grundsätzlich ist aber alles easy, also laut T ;-)


Da alles so easy war, ging es nach 10 Minuten schon ans Aufwärmen. Wir machten ganz andere Übungen, als bei den mir bekannten Sportarten. Eine Mischung aus Dehnen und Auflockern. Anschließend durften wir uns auf unsere riesigen soft top Surfboards legen. Wir simulierten unsere ersten Paddelschläge und probierten Aufzustehen. An Land erschien alles tatsächlich noch ziemlich easy.

So ging es voller Freude ins Meer. Auf Bali natürlich nicht im Neopren-Anzug, sondern mit Rescue-Shirt und Badehose beziehungsweise Bikini. Das Meer auf Bali ist so warm, dass man auch nur in Shorts surfen kann, allerdings gibt’s dann einen Sonnenbrand. Daher macht das Rescue-Shirt absolut Sinn. Jetzt ging es endlich so richtig los: Wir fingen an Surfen zu lernen.

Im Meer war alles allerdings doch nicht mehr so easy wie an Land. Wir mussten zunächst ein ganz schönes Stück raus aufs Meer paddeln. Das Paddeln hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Kraulen beim Schwimmen. Du versuchst den Arm so lange wie möglich durchzuziehen und so mit deinem Surfboard vorwärts zu kommen. Wir hatten keinerlei Übung und dementsprechend schnell waren wir erschöpft und froh, als wir hinter den Wellen waren und eine Pause machen konnten. Ein Moment, den ich bis heute liebe: Irgendwo auf dem Meer mit deinem Surfboard, du fühlst dich so frei wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Surfen lernen: Die erste gesurfte Welle.

Noch besser wird das Freiheitsgefühl, wenn du es schaffst deine erste Welle zu surfen. Dank T konnten wir uns bei unserer ersten Welle voll aufs Aufstehen konzentrieren. Nacheinander hat er uns die Wellen gegeben. Das heißt wir lagen auf unserem Surfboard, den Blick in Richtung Strand. Sobald eine geeignete Welle kam, schrie er ‚go go go‘ und wir fingen an zu paddeln. Mit dem entscheidenden Anschub von T kamen wir in die Wellen rein und konnten versuchen aufzustehen.

Die ersten Versuche gingen schief und wir fielen nacheinander hin. Zur Belohnung mussten wir wieder hinter die Wellen zurück paddeln. Nasenspülungen gab es dabei gratis dazu. Angenehm ist anders ;-) Dennoch ging es erstaunlich schnell und wir haben es beide geschafft zum ersten Mal in einer Welle auf einem Surfboard zu stehen.

Wir surften einfach nur im weißen Schaum geradeaus und es war ganz schön wacklig. Dennoch war das Gefühl einfach nur unbeschreiblich. Wirklich schön dabei war, dass wir uns nicht nur selber total gefreut haben. Am aller lautesten hat T geschrien und sich ehrlich und herzlich darüber gefreut, wie wir unsere erste Welle surften. Tatsächlich hat dieses Gefühl unser Leben verändert.



Surfen, die schönste Sucht der Welt.

Nach diesem Erlebnis waren wir beide nicht mehr aufzuhalten. Wir wollten immer weitermachen. Es war zwar weiterhin wackelig, aber wir schafften es immer wieder aufzustehen. Egal wie oft wir hingefallen sind, jeder Paddelschlag und jede Nasenspülung hat sich mehr als gelohnt. Nach drei Stunden sind wir völlig platt zurück an den Strand gepaddelt.

Als wir wieder in der Surf-Schule waren, haben wir die Jungs mit Fragen gelöchert. Sie haben uns Videos und Fotos von sich gezeigt und die dazugehörigen Geschichten erzählt. Wir waren total fasziniert und vom Surf-Fieber gepackt. So war auch schnell die nächste Surfstunde für den nächsten Tag abgemacht.

In den folgenden drei Monaten, die wir noch zusammen auf Bali waren, haben wir fast jeden Tag genutzt, um weiter Surfen zu lernen. Jeden Monat sind wir eine Woche in Indonesien verreist. Ansonsten wollten wir immer wieder schnell ins Wasser.

Die ersten Schritte beim Surfen lernen.

Wir waren erstaunt, wie schnell wir es geschafft haben, konstant aufzustehen. Wir standen auch immer sicherer auf unseren Surfboards. Im weißen Schaum konnten wir mit unseren großen soft-top Boards nach zwei Wochen surfen und in den meisten Wellen stehen.

Als wir uns im nächsten Schritt gemeinsam mit T an die grünen Wellen getraut haben, haben wir langsam verstanden, was das Schwere beim Surfen ist. Ohne T wussten wir nicht, wo der richtige Platz ist, um in die Welle zu paddeln. Die Auswahl der richtigen Welle, ist uns genauso schwergefallen. Und selbst, wenn das alles klappte, war es unmöglich ohne Anschub von T in die Welle zu kommen.

Auf meinem Weg Surfen zu lernen, ist es mir mit am schwersten gefallen, ein Auge dafür zu entwickeln, welche die richtige Welle ist und wo der beste Ort zum Warten ist. Du musst einen Blick für die Welle entwickeln und versuchen eins mit dem Meer zu werden. Der beste Trick für den Anfang: Orientiere dich an den Einheimischen. Aber pass auf, dass die Konditionen für dich stimmen und du nicht am Ende in einer riesigen Welle landest.

Das Gefühl in einer grünen Welle zu sein und aufzustehen, ist nochmal überragender als alles im weißen Schaum. Dabei ist nicht nur die Auswahl, sondern auch das Paddeln in die Welle deutlich schwieriger. Du musst mit der richtigen Technik und genügend Kraft zum richtigen Zeitpunkt paddeln. Nur dann hast du eine Chance in die Welle zu kommen.

Um das Paddeln zu üben und einen Blick für die Wellen zu bekommen, haben wir uns mit T abgewechselt. Wir haben die ersten Versuche unternommen, selber unsere Welle auszuwählen und in die Welle zu kommen. Wenn wir gescheitert sind, hat T uns die nächste Welle gegeben und angeschoben. So hatten wir weiter Erfolgserlebnisse, was beim Surfen ein Muss ist. Wir waren zwar ehrgeizig, aber das Wichtigste war immer noch der Spaß.

Wenn du Surfen lernst, wirst du erstaunt sein, wie schnell du aufstehen kannst und deine erste Welle surfst. Richtig schwierig wird es, wenn du dich zum ersten Mal alleine in grünen Wellen probierst. Du brauchst Durchhaltevermögen und musst wieder und wieder versuchen in die Welle zu paddeln und mitgezogen zu werden. Es wird sich lohnen: Ich war immer wieder erstaunt, mit was für einem Lächeln ich manchmal aus dem Wasser kam, obwohl ich in drei Stunden nur zwei Wellen gesurft bin. Dieses Gefühl in der Welle zu stehen, ist überwältigend.

Der Schritt zum kleineren Surfboard.

Wenn du anfängst Surfen zu lernen, willst du schnell ein kleineres Surfbrett haben. Denn der Gedanke, es ist cooler mit einem kleinen Surfbrett rumzulaufen, kommt schnell auf. Ich muss zugeben, auch ich hatte diese Gedanken am Anfang. Die Wahrheit ist aber eine andere: Das Surfbrett, auf dem du dich am wohlsten fühlst und mit dem du Spaß hast, ist am coolsten. Es sollte dir auf keinen Fall darum gehen so schnell wie möglich mit einem kleinen Surfbrett unterwegs zu sein.

Wir sind die ersten zwei Wochen mit großen soft-top Surfbrettern gesurft. Mit den ersten grünen Wellen, in denen wir standen, haben wir auch die nächste Stufe beim Surfbrett ausprobiert. Erst aus Spaß mit T‘s Surfbrett. Ein kleines Shortboard, mit dem wir keine Chance hatten, in die Welle zu kommen oder aufzustehen. Dafür hat es mit einem großen Malibu Surfbrett geklappt: Wir surften zum ersten Mal auf einem Hard-Board.

Grundsätzlich gilt: Desto kleiner das Surfboard ist, desto weniger Fläche bietest du der Welle dich mitzureißen. Dementsprechend schwieriger wird es in die Welle zu paddeln und überhaupt die Möglichkeit zu bekommen, aufzustehen und zu surfen. Alles über die verschiedenen Arten von Surfbrettern erfährst du hier: http://moverii.de/blog/finde-das-passende-surfbr....

Was wir in drei Monaten Surfen gelernt haben.

Für uns haben die drei Monate alles verändert. Meine Freundin und ich haben seit unserer Zeit auf Bali jeden Urlaub genutzt, um Surfen zu gehen. Auch in der Zeit, wo wir nicht surfen konnten, haben wir uns so gut es geht mit dem Sport auseinandergesetzt. Wir haben angefangen Surf Contests und Dokumentationen zu schauen, sind auf Festivals gegangen und haben spezielle Fitnessübungen gemacht.

Unser nächster Surf-Urlaub war 2015 in Sri Lanka. Hier waren wir zum ersten Mal auf uns alleine gestellt. Weder T, noch sonst einer der Jungs von Bali Green Surf konnte uns helfen. Also sind wir in Arugam Bay zu dem nächsten Surf-Laden gelaufen und haben die Einheimischen nach den besten Surf-Spots für unser Level gefragt. Die Maße von unseren Surfboards in Bali hatten wir zum Glück aufgeschrieben. So konnten wir die passenden Boards ausleihen und losziehen. Wir brauchten zwei Tage um wieder reinzukommen. Anschließend lief es erstaunlich gut und wir hatten einfach nur Spaß.

Seitdem waren wir in Holland, Frankreich, Portugal und auf den Philippinen surfen. Trotzdem hat es uns nirgendwo so gut gefallen wie auf Bali. Wir haben auf der Insel nicht nur die perfekten Wellen und Spots für uns gefunden, sondern mit Bali Green Surf auch Freunde. Daher waren wir seitdem auch noch zweimal auf Bali und werden im nächsten Jahr schon wieder hinfliegen. Auch wenn wir mittlerweile beide Surfen können und keinen T an unserer Seite brauchen, gibt es für uns nichts Besseres als gemeinsam mit den Jungs von Bali Green Surf surfen zu gehen.



Finde deinen Weg Surfen zu lernen.

Für mich gibt es kein Patentrezept, wie du Surfen lernen solltest. Vielmehr muss jeder seinen Weg finden. Für mich gab es keinen besseren Weg als mit T und Bali Green Surf. Es gibt aber unzählige Möglichkeiten und du musst nicht warten, bis du ein Auslandssemester machen kannst.

Desto mehr Zeit du hast, desto einfacher wird es dir fallen, Surfen zu lernen. Am Anfang ist es sehr schwierig mit kurzen Surf-Urlauben weiter zu kommen, da du immer ein paar Tage brauchen wirst, um wieder reinzukommen. Dennoch solltest du jede Chance nutzen!

Eine Möglichkeit sind die vielen Surfcamps, die es mittlerweile gibt. Die bekanntesten Anbieter sind Pure Surfcamps und Wave Tours. Surfcamps haben einige Vorteile: Du musst wenig organisieren und dich nicht um deine Surf-Ausstattung kümmern. Du bist mit Gleichgesinnten unterwegs, denn ihr habt alle ein Ziel und wollt Surfen lernen. Vom Campingplatz bis zum komfortablen Häuschen, von Frankreich bis zu den Mentawai Inseln, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist das passende Angebot dabei.

Wenn du individueller unterwegs sein möchtest, kannst du das Surfen lernen auch einfach mit deinem Strand-Urlaub kombinieren. TRAVELONBOARDS liefert dir eine gute Übersicht an Orten, wo du gute Einsteiger Wellen findest: http://www.travelonboards.de/surfen-lernen-in-europa-die-besten-spots/ . An jedem dieser Orte findest du auch Surfschulen. Noch ist es schwierig diese Online zu vergleichen. Daher solltest du dir vor Ort einen Eindruck machen und deine Surfstunde da buchen, wo du dich wohl fühlst.

Was du auf keinen Fall machen solltest, ist ohne Surf-Lehrer ins Meer zu gehen. Wenn du den Ozean, die Strömungen und die Wellen nicht genau einschätzen kannst, kann es schnell gefährlich werden! Außerdem wirst du keinen Spaß haben, da du am Anfang alleine nicht weit kommen wirst.

Pack dein imaginäres Surfboard ein, such dir ein Ziel auf der Welt aus und finde deinen Weg Surfen zu lernen. Hier findest du die besten Surfcamps auf der ganzen Welt: http://moverii.de/front/search?SearchAr[type]=jo....


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