So wird der Traum vom eigenen Yoga-Studio zur Realität.

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Viele Yogis und Yoginis haben denselben Traum: Eines Tages das eigene Yoga-Studio zu gründen. Du kannst alles nach deinen eigenen Wünschen gestalten: Die Einrichtung, den Unterricht und das Miteinander. Du baust deine eigene Yoga-Community auf.

Doch einfacher gesagt als getan: Der Schritt zum eigenen Yoga-Studio ist ein weiter Weg. Chananpal und Amrit Manter haben diesen Schritt gewagt und ihren Traum verwirklicht: Im Oktober 2017 haben sie ihr Kundalini Yoga-Studio Antarjaamee in Köln West eröffnet. Chananpal und Amrit Manter unterrichten seit fast 10 Jahren Kundalini Yoga und wollen die Lehren des Kundalini an ihre Schüler und Schülerinnen weitergeben.

Wie sie ihren Traum vom eigenen Yoga-Studio verwirklicht haben und welche Tipps sie für euch haben, erfahrt ihr im Interview mit Chananpal.

Einen ersten Eindruck von dem Yoga-Studio, dem Unterricht und der Philosophie von Chananpal und Amrit Manter erhaltet ihr in diesem Video:



Liebe Chananpal, zuerst einmal Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung deines Yoga-Studios. Wie kam es bei dir zur Studio Gründung?

Das hat sich schon länger angebahnt. Als Yogalehrerin stößt du immer wieder auf das Problem, passende Räume für deine Kurse und Workshops zu finden. Da muss vieles stimmen: Die Zeiten, die Flexibilität, die Atmosphäre im Raum. Mit den Jahren wurde der Wunsch eines eigenen Raumes immer deutlicher und wartete eigentlich nur noch auf den letzten Auslöser.

Dieser letzte Schub an Motivation kam über eine italienische Kollegin. Sie gab mir sehr positives Feedback zu meiner Präsenz und Art als Yogalehrerin und bestätigte mich in diesem nächsten Schritt. Über die Kollegin kam ich auch mit Amrit Manter zusammen. Wir verstanden uns auf Anhieb super gut und konnten uns gegenseitig nochmal animieren, die Idee vom eigenen Yoga-Studio Wirklichkeit werden zu lassen.

Und wo hat deine Yoga Reise angefangen?

Kennengelernt habe ich Yoga in Katalonien in Spanien. Meine damalige Mitbewohnerin hat Kundalini Yoga gemacht und mich zu einer Stunde mitgenommen. Die Yoga-Stunde war in einer Altbauwohnung im ersten Stock: Der Raum war sehr voll, keiner hat etwas erklärt und alle haben geschwitzt. Dennoch war es eine gute Erfahrung. So gut, dass ich zwei Jahre später noch das Gefühl hatte, das mir etwas fehlt.

Yoga hat mich damals genau da abgeholt, wo ich war: Sowohl körperlich als auch geistig und seelisch. Ich habe das Gefühl in mir gespürt.

Kannst du uns kurz erklären, was Kundalini Yoga ist, und wie es sich von anderen Yoga-Arten unterscheidet?

Kundalini ist die Mutter des Yoga. Yoga heißt ja „Verbindung“, die Verbindung des eigenen Bewusstseins mit dem universellen Bewusstsein, die Verbindung von Shiva und Shakti. Mit Kundalini Yoga erreichst du genau das: Kundalini ist die Urenergie, die in jedem Menschen sitzt. Mit den verschiedenen Übungen des Kundalini Yoga erwecken wir das Kundalini. Das kommt natürlich nicht in Form einer plötzlichen Lichtexplosion, sondern durch den allmählichen Aufbau deiner Lebensenergien. Trotzdem musst du nicht lange warten bis du den Unterschied fühlst.

In einer Stunde des Kundalini Yoga gibt es immer ein bestimmtes Ziel, auf dem der Fokus der Stunde liegt. Die körperlichen Übungen sind großteils dynamische Übungen, die mit dem Atem einhergehen. Daneben gibt es auch Halte- oder Dehnübungen. Worauf es jedoch beim Kundalini Yoga auch ankommt ist, dass wir nach jeder Übung im eigenen Körper nachhorchen. So fördern wir die Konzentration und lernen, das Körperbewusstsein zu schulen.

Mehr über Kundalini Yoga und die verschiedenen Yoga-Arten erfährst du hier: http://moverii.de/blog/yoga-arten-welche-gibt-es-und-welche-passt-zu-dir.


Du unterrichtest in deinem Yoga-Studio heute auch Kundalini-Yoga. Wann hast du mit dem Unterrichten angefangen?

2008 habe ich mein Yoga Teacher Training, meine Yogalehrer Ausbildung in Köln Lindlar gemacht. Meine erste Intention dahinter war gar nicht direkt Yogalehrerin zu werden. Aber der Wunsch zu unterrichten hat sich danach doch recht schnell abgezeichnet. Das gehört einfach zum persönlichen Prozess dazu.


Was ist dir als Yogalehrerin besonders wichtig?

Ich möchte meine Schüler genau da abholen, wo sie sind, und sie dabei unterstützen, ihr Leben glücklich und bewusst zu gestalten. Das drückt sich auf verschiedenen Ebenen aus:

- Durch die körperlichen Übungen und die bewusste Atmung im Kundalini Yoga gehen wir aus dem Kopf und kommen in unserem Körper an. Du lernst dich besser kennen und lernst, bewusster mit dir und deinen Gefühlslagen umzugehen.

- Wir schulen das Körperbewusstsein und bekommen ein Gefühl dafür, was uns wirklich gut tut. Dadurch kannst du Schmerzen, Verspannungen und Blockaden in deinem Körper aufspüren und gezielt lösen.

- Wir entdecken die Energien, die oft verborgen in uns schlummern und wecken diese zu neuem Leben. Das hilft dir, ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen.

Als Yogalehrerin gebe ich meinen Schülern Hilfsmittel und Werkzeuge aus dem Kundalini Yoga, die sie auf diesem Weg begleiten und unterstützen. Dabei gilt für mich der Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe. Das Potenzial im Kundalini Yoga ist riesig und das, was man reinsteckt, kriegt man hundertfach zurück. Wie viel man reinsteckt, entscheidet jeder für sich selbst.



Wie kam es dann zu der Entscheidung, dein eigenes Yoga-Studio zu gründen?

Ich wollte Yoga mehr Gewicht geben. Und das geht natürlich am besten, indem du deinen eigenen Raum dafür schaffst. So kannst du freier damit umgehen: Du kannst wirklich immer deine Praxis machen, dem Ruf des Yoga dann folgen, wenn er kommt und deine eigene Community aufbauen.


Das Yoga-Studio hast du zusammen mit Amrit Manter gegründet. Woher kennst du sie und wie ist eure Dynamik?

Wir haben uns das erste Mal bei einem Kundalini Yoga Workshop kennengelernt. Wir haben beide unsere natürlichen Schwerpunkte, was uns sehr gut ergänzt. Für mich ist die Kommunikation sehr wichtig: Wir können uns offen ausdrücken und uns mitteilen, was wir fühlen oder denken. Insbesondere für eine Gründung ist das sehr wichtig.


Erzähl uns ein bisschen von der Gründung deines Yoga-Studios: Was waren die wichtigsten Schritte?

Der übliche Weg ist sicherlich einen Business Plan zu erstellen. Bei mir war das ehrlich gesagt nicht ganz so: Mir war wichtig, dass ich eine klare Vision verfolge. Und das möchte ich auch jedem mitgeben: Überleg dir genau, was du vorhast und welche Vision du damit verfolgst. Danach kannst du das Finanzielle angehen und dir ausrechnen, wie viele Anmeldungen du brauchst und wie lange es dauert, bis du Gewinne machst. Mit folgenden Fragen wirst du dich in jedem Fall beschäftigen müssen:

- Welche Investitionen brauchst du? Insbesondere für deinen Raum. Und woher kriegst du das Geld?

- Möchtest du eine GbR gründen?

- Was für Versicherungen brauchst du?

- Wie sieht dein Business aus: Welche Klassen und welches Preismodell bietest du an?

- Wie baust du deine Community auf?

- Wie sieht dein Logo, dein Design und deine Webseite aus?


Hattet ihr Vorerfahrung mit der Gründung von einem Unternehmen?

Ich bin schon mit meinem Friseurladen selbstständig. Deshalb war der Prozess für mich jetzt nicht komplett neu. Aber du brauchst keine besonderen Vorkenntnisse: Alle notwendigen Infos findest du im Internet und kannst sie dir selbst aneignen.


Und seid ihr Stolpersteinen begegnet?

Wenn du so eine Entscheidung triffst, durchlebst du natürlich auch schwierige Momente. Es ist ganz normal, dass dir Steine in den Weg gelegt werden und nicht alles immer reibungslos funktioniert. Wir haben zwar sehr schnell den Raum gefunden, mussten dann aber direkt das ganze Stockwerk mieten. Das hieß natürlich, dass wir noch andere Mieter finden mussten und deutlich mehr Administrationsaufwand hatten. Es klingt immer alles einfach, aber in der Realität kommen immer Hürden auf dich zu.

Umso wichtiger ist es, dass du im emotionalen Bereich die Balance behältst: Verliere nicht den Mut und glaube an dich! Egal wie schwierig es war und selbst wenn ich an meine Grenzen gestoßen bin, ich habe nie an meinem Plan gezweifelt. Und das Ganze lohnt sich.


Was sind die mentalen und äußerlichen Voraussetzungen, die man erfüllen sollte, wenn man ein Yoga-Studio gründet?

Ich weiß das ist etwas, was die Leute hören wollen. Aber für mich sind das ein bisschen plumpe Fragen: Du kannst so etwas nicht verallgemeinern und sagen, dass du mit diesen Voraussetzungen ein Studio gründen solltest und sonst nicht. Wenn der Moment und die Situation richtig sind, dann merkst du das auf jeden Fall.

Was du natürlich brauchst, sind ein bestimmtes Ziel, Ehrgeiz und eine Vision. Also eigentlich alles, was Kundalini Yoga dir gibt :-P.


Welche Vision verfolgst du mit Antarjaamee?

Ich will die Lehren des Kundalini Yoga weitergeben und eine Community aufbauen. Die Übungen des Kundalini sind wie Werkzeuge für Körper, Geist und Seele. Über die körperliche Aktivität und die Meditation geben wir uns mehr Bewusstsein und gehen fokussierter, stärker und entspannter durchs Leben. Ich will diese Werkzeuge mit möglichst vielen und verschiedenen Menschen teilen und ihnen helfen, glücklicher zu sein.


Kannst du uns zum Abschluss von einem besonders schönen Moment deiner Gründung erzählen?

Die Eröffnung! Ich bin da echt voller Vertrauen rangegangen, also nicht nur am Tag der Eröffnung, sondern auch im Vorhinein. Zum Beispiel, als ich die Emails mit der Einladung für die Eröffnungsfeier rausschickte, da hatte ich keine Angst, sondern war voller Zuversicht. Und das möchte ich zum Abschluss jedem mitgeben, der sein eigenes Yoga-Studio gründen will: Zweifel nicht an dir und deinem Vorhaben.Du willst eine Yoga-Stunde bei Chananpal und Amrit Manter in ihrem neuen Yoga-Studio besuchen? Sichere dir deinen Platz hier: http://moverii.de/front/item?id=JE8_qnFpDng5xMAa....


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