Finde das passende Surfbrett für dich und deine Wellen.

Das beste Surfbrett ist das, mit dem du am meisten Spaß in den Wellen hast. Doch genau dieses Surfbrett zu finden, ist gar nicht so einfach. Am Anfang hängt die Wahl deines Surfbretts von deinem Surf-Level ab. Später sind die Wellen, die du surfen willst, entscheidend. Surf-Anfänger greifen oft zu schnell zu einem kleinen Surfbrett. Am meisten Spaß hast du, wenn du bei der Wahl deines Surfbretts nicht auf andere schaust, sondern das richtige Surfbrett für dich, dein Können und die Wellen an deinem Strand nimmst. Damit dir das gelingt, geben wir dir mit diesem Artikel einen Überblick über die Elemente eines Surfbretts und gehen anschließend auf die verschiedenen Arten von Surfbrettern ein.

Die verschiedenen Elemente eines Surfbretts.

Heutzutage haben wir das Glück, dass es Surfbretter für jedes Surf-Level und alle Wellen-Konditionen gibt. Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Länge, Breite und Dicke. Diese drei Zahlen findest du in der Regel auf jedem Surfbrett. Die Länge wird in Fuß (1 Fuß = 30,48 cm) und die Breite und Dicke in Inch (1 Inch = 2,54 cm) angegeben. Aus diesen drei Zahlen ergibt sich das Volumen eines Surfbretts.

Neben dieser offensichtlichen Unterscheidung sind die verschiedenen Elemente eines Surfbretts entscheidend. Der Aufbau eines jeden Surfbretts ist identisch. Die Elemente in sich können jedoch stark variieren. Jedes Surfbrett besteht aus folgenden Elementen:

  • Nose
  • Tail
  • Deck
  • Bottom
  • Rails
  • Stringer
  • Pad
  • Finnen
  • Leash/ Leashplug
  • Nose Rocker
  • Tail Rocker

Surfbrett Aufbau

Nose & Tail: Der Anfang und das Ende deines Surfbretts.

Die Nose gibt vor, wie spitz oder rund dein Surfbrett vorne zugeht. Mit einer runden Nose kannst du einfacher in die Welle paddeln und hast mehr Stabilität. Für mehr Wendigkeit brauchst du eine spitzere Nose. Auf eine extrem spitze Nose greifst du zurück, wenn du bereit für Tricks und schnelle Manöver bist. Die Form der Nose ist durch die Art des Surfbretts stark vorgegeben.

Genau wie die Nose, hat auch die Form der Tail entscheidenden Einfluss auf das Verhalten deines Surfbretts. Der Unterschied ist, dass es bei der Tail deutlich mehr Möglichkeiten gibt und diese auch nicht so klar durch die Art des Surfbretts vorgegeben ist.

Tails Surfbrett

Die ersten Surfbretter waren mit einer ‚Square Tail‘ ausgestattet. Dieses breite Ende bietet dir Stabilität und Sicherheit auf deinem Surfbrett. Im Gegenzug musst du Abstriche in der Wendigkeit machen.

‚Pin-‚ und ‚Round Tails‘ sind ideal für große und steile Wellen. Sie bieten dir Kontrolle auf dem Surfbrett, dafür sind sie nicht so stark Manövrierfähig.

Die flexibelste ‚Tail‘ ist die ‚Squash Tail‘. Sie ist eine Mischung aus ‚Round Tail‘ und ‚Square Tail‘. Das macht sie vielseitig einsetzbar: Du kannst mit einer ‚Squash Tail‘ in kleinen und großen Wellen surfen, bist wendig ohne voll auf Stabilität zu verzichten und kannst schnelle Manöver fahren.

Die Finnen: Zwischen Stabilität und Wendigkeit.

Einerseits ist bei der Wahl deiner Finnen das Material entscheidend. Günstige Finnen sind aus Kunststoff, hochwertige sind geglast. Geglaste Finnen sorgen dabei für mehr Kontrolle und eine bessere Manövrierfähigkeit.

Noch wichtiger als das Material, ist das ‚Finnen-SetUp‘, also die die Anzahl und Anordnung der Finnen. Mit einer Finne in der Mitte hast du mehr Stabilität und mit den Finnen außen bekommst du mehr Wendigkeit und Geschwindigkeit. Das am weitesten verbreitete SetUp ist das Thruster-SetUp mit drei Finnen. Es bietet dir die ideale Mischung aus Stabilität und Wendigkeit. Mehr über Finnen findest du im Finnen-Lexikon von Frittboards: http://www.frittboards.de/surfboards-zubehoer/surfboard-finnen

Die Leash: Dein Lebensretter, wenn du durchgespült wirst.

Die Leash bildet die Verbindung zwischen dir und deinem Surfbrett. Sie ist elastisch und garantiert dir, dass du dein Surfbrett nicht verlierst und immer wieder über Wasser gezogen wirst. Damit die Leash nicht zum Nachteil für dich wird, sollte sie ungefähr so lang wie dein Surfbrett sein. Ansonsten brauchst du zu lange, um dein Surfbrett wieder zu dir zurückzuholen und hängst gleich wieder in der nächsten Welle. Zu kurz darf die Leash aber auch nicht sein, da es sonst gefährlich werden kann, wenn du fällst.

Die verschiedenen Arten von Surfbrettern.

Die verschiedenen Arten von Surfbrettern

Longboard: Das große Surfbrett für Könner.

Longboards sind mit einer Länge von 9 Fuß und einem sehr hohen Volumen die größten Surfbretter. Für Anfänger sind sie dennoch nicht geeignet, da sie zu groß sind. Das macht sie nur schwer händelbar. Besonders das rauspaddeln über gebrochene Wellen kann ziemlich herausfordernd sein. Auch das Longboard zu wenden, um in die Welle zu kommen, ist schwieriger als man denkt.

Longboards hatten ihre Hochphase in den 60er Jahren. Sie gewinnen aber wieder stärker an Popularität. Viele guter Surfer greifen auf Longboards zurück, wenn die Wellen kleiner sind und sie entspannt Spaß haben wollen. Der bekannteste Trick mit Longboards ist der sogenannte ‚Cross-Step‘: Der Surfer läuft beim Wellenreiten auf seinem Surfbrett nach vorne. Radikale Turns oder Tricks sind mit einem Longboard nicht möglich. Die idealen Wellen zum Longboarden sind sich langsam aufbauende Wellen.

Malibu und Mini-Malibu: Das Surfbrett für Anfänger.

Malibus sind die perfekten Surfbretter für Anfänger. Sie haben eine fast identische Form wie Longboards, sind mit 7-9 Fuß aber nicht so lang. Dadurch sind Malibu-Surfbretter sehr einfach in der Handhabung: Durch die runde Nose hast u viel Stabilität und Auftrieb, um in die Welle zu kommen. Das hohe Volumen erleichtert dir das Paddeln in die Wellen. Kurz gesagt: Mit einem Malibu-Surfbrett hast du als Anfänger und fortgeschrittener Anfänger viel Spaß und kannst viele Wellen in kurzer Zeit surfen.

Wenn du anfängst zu surfen, startest du nicht mit einem klassischen Malibu-Surfbrett, sondern mit einem ‚Soft-top‘. Der Unterschied liegt im Material: ‚Soft-top Boards‘ sind aus einem speziellen weichen Schaum hergestellt. Dadurch kannst du dich und andere Surfer nicht so schnell verletzten, wenn du die Kontrolle über dein Surfbrett verlierst.

Funboard: Das Surfbrett für den Übergang.

Das Funboard ist eine Mischung aus Mini-Malibu und Shortboard. Die Nose läuft spitzer zu als bei Mini-Malibus und das Surfbrett hat eine stärkere Biegung. Dennoch ist es mit einer Länge um die 7 Fuß nicht viel kleiner als ein Mini-Malibu.

Für dich ist das Funboard der perfekte Übergang zum Short- oder Fishboard. Durch die spitzere Nose und die stärkere Biegung ist das Surfbrett viel wendiger und du kannst deine ersten radikaleren Turns üben. Trotzdem hast du auf Grund der Größe genug Auftrieb, um in die Welle zu kommen. Gedacht sind Funboards für kleine bis mittelgroße Wellen.

Gun: Das Surfbrett für riesen Wellen.

Ein Gun-Surfbrett wirst du nur brauchen, wenn du im wahrsten Sinne des Wortes sehr große Ambitionen hast. Guns sind um die 7 Fuß lang und sehr schmal. Das macht sie ideal für extrem große Wellen. Durch die schmale Form liegt eine Gun trotz der extremen Geschwindigkeit ruhiger in der Welle als andere Surfbretter.

Big Wave Surfen

Fishboard: Das Surfbrett für New School Tricks.

Fishboards sind mittlerweile sehr beliebt. Sie sind um die 6 Fuß lang und somit genauso kurz wie Shortboards, teilweise sogar noch kürzer. Dafür sind sie deutlich breiter und laufen vorne nicht so spitz zu. Das typische Merkmal ist die ‚Fish-Tail‘, eine spezielle Form am Ende des Surfbretts.

Die Fish-Tail bietet dir viel Geschwindigkeit und Kontrolle bei radikalen Drehungen. Gleichzeitig hast du durch das hohe Volumen viel Auftrieb und verbrauchst nicht so viel Kraft beim Paddeln. Daher ist für viele Fortgeschrittenen das Fishboard das perfekte Surfbrett: Du bekommst viele Wellen und kannst Tricks und radikale Manöver üben. Der perfekte Surf-Spaß 🙂

Einen weiteren Vorteil von Fishboards erkennst du, wenn du raus auf das Meer paddelst: Genau wie mit einem Shortboard hast du die Möglichkeit einen sogenannten ‚Duckdive‘ zu machen und unter einer Welle durch zu tauchen.

Bei kleineren Wellen bis maximal zur Kopfhöhe greifen auch viele sehr gute Surfer zu einem Fishboard. Dann wirst du vor allem ‚New School Tricks‘ beobachten können. Für diese Form von Tricks sind Fishboards perfekt. Eine Übersicht über alle Surf-Tricks findest du hier: https://www.surfertoday.com/surfing/13452-the-complete-list-of-surfing-tricks-and-maneuvers

Shortboard: Das Surfbrett für den Traum eines jeden Surfers.

Shortboards sind ähnlich lang wie Fishboards. Der große Unterschied liegt in der sehr spitz zulaufenden Nose und dem deutlich geringeren Volumen. Das macht sie noch schneller und wendiger. Dafür musst du auf Stabilität verzichten, hast weniger Auftrieb und brauchst mehr Kraft beim Paddeln.

Mit dem Shortboard kannst du den Traum eines jeden Surfers verwirklichen: Den Tuberide. Du surfst durch den Hohlraum einer perfekt brechenden Welle. Für dieses Manöver brauchst du vor allem Geschwindigkeit, Wendigkeit und Stabilität auf deinem Surfbrett. Geschwindigkeit und Wendigkeit bietet dir das Shortboard wie kein anderes Surfbrett, insbesondere mit einer Pin- oder Round Tail. Bei der Stabilität kommt es auf dich und deine Fähigkeiten an 😉

Tuberide mit einem Shortboard

Bevor du auf ein Shortboard umsteigst, solltest du viele Stunden mit einem Fun- oder Fishboard in den Wellen verbracht haben und dich sicher im Umgang fühlen. Ansonsten bekommst du sehr wenige Wellen und hast keinen sicheren Stand auf deinem Surfbrett. Wenn du bereit für den Schritt bist, wirst du anfangs zwar kämpfen müssen, um in die Wellen zu paddeln, anschließend aber sehr viel Spaß haben. Wichtig für jedes Shortboard sind kraftvolle Wellen.

Das richtige Surfbrett für Spaß in den Wellen.

Wenn du anfängst zu surfen willst du schnell das nächste Level erreichen und ein kleineres Surfbrett ausprobieren. Das ist auch gut so: Wenn du Surfen lernen willst, brauchst du Ambitionen.

Später, wenn du mit jeder Art von Surfbrett surfen kannst, stellst du fest, dass das kleinste Surfbrett nicht immer das Beste ist. Das beste Surfbrett ist das, mit dem du am meisten Spaß in den Wellen hast. Und das kann je nach Surf-Stil, Wellen und Ort immer wieder ein anderes Surfbrett sein.

Wenn du das richtige Surfbrett für dich gefunden hast, baust du schnell eine Beziehung dazu auf und willst es nie wieder hergeben. Und wie bei jeder Beziehung ist die Wahl des Partners entscheidend 😉 Von daher gilt: Achte nicht nur auf Aussehen, sondern finde das Surfbrett, mit dem du am meisten Spaß hast.

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2018-01-25T01:24:09+00:00

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