Dich erwarten mehr als 120 Kilometer Trekking entlang der Isar. Dabei geht es von München aus zur Quelle des Flusses, durchschnitllich wanderst du über 20 Kilometer pro Tag. Der Weg ist meist eben, insgesamt musst du nur 1250 Höhenmeter überwinden. Wichtig ist eine gute Kondition und etwas Wandererfahrung, um die angegebenen Gehzeiten zu bewältigen. Dein Gepäck musst du während der Touren nicht selbst tragen, es wird für dich zur jeweils nächsten Unterkunft transportiert, sodass du nur deinen Tagesrucksack selbst trägst.
Folgende Routen erwarten dich:
Anreise und Kloster Schäftlarn
Am Anreisetag triffst du die weiteren Teilnehmer und deinen Bergwanderführer Egmont Strigl um 9 Uhr auf der Praterinsel vor dem Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins München, nahe der Ludwigsbrücke. Nach einer kurzen Einführung in das Isar-Trekking fährst du mit der Straßenbahn in den Vorort Grünwald, von wo aus das Trekking startet. Schnell liegt die Stadt in deinem Rücken und du findest dich im von Hangwäldern geprägten Isartal wieder, umgeben von schattigen und alten Buchen. Kleine Wege führen dich zum Georgenstein und im leichten Auf und Ab weiter nach Mühltal. Wenn du mit der Gruppe rechtzeitig ankommst, kannst du die vielen Ausflugsfloße über Europas längste Floßgasse hinab flitzen sehen. Nach einer Einkehr im Biergarten neben einem klassizistischen Wasserkraftwerk, wanderst du weiter durch malerische Auwälder und erreichst gegen Nachmittag das Kloster Schäftlarn, welches als erste Station auf dem Münchner Jakobsweg südlich von München dient. Freu dich auch hier auf einen gemütlichen Biergarten sowie eine gemütliche Übernachtung im Klosterstüberl.
Von Schäftlarn nach Ascholding
Nach einem gesunden Frühstück führt die Wanderung auf der Westseite der Isar weiter - rein in komplett natürliche Wildflusslandschaften aus Kiesbänken, Weichholzauen und artenreichen Trockengebieten. Mit etwas Glück kannst du hier zahlreiche Wasservögel beobachten, die im Naturschutzgebiet Ickinger Stausee brüten. Ein Stück weiter, am Ickinger Wehr wechselst du die Isarseite, um durch das Naturschutzgebiet Pupplinger Au zu wandern. Auf Höhe des Loisach-Zuflusses findest du die einzigartige Flussdynamik der Isar vor. Völlig unverbaut und unberührt teilet sie sich in viele Seitenarme aufteilen. Gegen Mittag erreichst du die Isarbrücke bei Wolfratshausen und kehrst in einem der gemütlichen Gasthöfe zur Rast ein. Der weitere Weg führt dich auf der Ostseite bis zum Dorf Ascholding, welches auf einer Höhenstufe über der Isar liegt. Hier kehrst du in deine Unterkunft für die Nacht ein und stimmst dich in geselliger Runde beim Abendessen auf den nächsten Tag ein.
Von Ascholding nach Bad Tölz
Nach dem Frühstück machst du dich entlang idyllischer Bauernhöfe auf in Richtung Süden. Freu dich bei genauem Hingucken auf Fraßspuren von Bibern, auf rauschende Strudel entlang der vielen Hochufer und weite Kiesbänke, die dich stetig begleiten. Hier findest du auch tolle Stellen, um eine erfrischende Abkühlung in der Isar zu nehmen. Gegen Mittag erreichst du die Tattenkofener Brücke, wo die Flussseite gewechselt wird, um auf dem Weitwanderweg Via Bavarica-Tirolensis den Aussichtspunkt Malerwinkel, dem bislang höchsten Punkt des Flusstrekkings, zu erreichen. Über einer weiten Flussschleife gibt es ein malerisches Picknick, um für den weiten Weg nach Bad Tölz gewappnet zu sein. Dort angekommen, liegt unter dir das elegante Bäderviertel sowie die bekannte, mittelalterliche Marktstraße. Hier kehrst du für die Nacht in einem gemütlichen Gasthof ein.
Von Bad Tölz nach Wallgau
Nach dem Frühstück geht es auf der Ostseite des Flusses weiter Richtung Lenggries, begleitet von typischen Isar-Ökosystemen, wie Schneeheide-Kiefernwäldern und Weichholzauen.
Gegen Mittag erreichst du die Bretonenbrücke. Hier angekommen, bringt ein Taxi dich und die Gruppe in den Ort Vorderriss. Bekannt durch die Jagdbesuche von König Ludwig II. und Prinzregent Luitpold ist hier der Ort für das Mittagessen. Am Nachmittag führt dich der Weg durch “Bayrisch-Kanada”, einen mitten im riesigen Naturschutzgebiet Karwendel liegenden Flussabschnitt der Isar, der in seiner Unberührtheit und Wildheit Erinnerungen an die kanadischen Rocky Mountains aufkommen lässt. Ziel des heutigen Tages ist das Dorf Wallgau, welches in Sichtweite von Karwendel- und Wettersteingebirge liegt. In einem schönen Landhotel gibt es ein leckeres Abendessen und behagliche Zimmer für die Nacht.
Von Wallgau über Mittenwald nach Scharnitz
Nach dem Frühstück geht es los in Richtung Hochgebirge. Links von dir ragen die Spitzen und Zacken des Karwendels auf, während rechts von dir das wuchtige Massiv des Wettersteingebirges thront.
Gegen Mittag erreichst du das malerische Geigenbauerdorf Mittenwald. Nun verlässt du die Isar für eine Weile, um an der Leutasch, einem aus Tirol kommenden Nebenfluss der Isar, in eine sehenswerte Klamm zu steigen. Hier erwarten dich schwindelerregende und zugleich atemberaubende Blicke in die Tiefe. Wieder im Isartal angelangt geht es weiter südwärts, bis du auf Höhe der historischen Grenzfestung Porta Claudia zwischen Bayern und Tirol, den Ort Scharnitz erreichst. Hier quartierst du dich ein letztes Mal mit deiner Gruppe in einem freundlichen Gasthof ein.
Von Scharnitz bis zur Isarquelle
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück erreichst du schnell das mit über 900 Quadratkilometern größte Naturschutzgebiet der Ostalpen, den Alpenpark Karwendel. Hier versteckt sich auch das Ziel deiner Reise, die Quelle der Isar. Der Isarsteig und der Nederweg führen dich über der imposanten Isar-Schlucht hoch zur Gleirschklamm. Ein letztes Mal wird die Flussseite gewechselt, bevor du durch das beeindruckende Hinterautal die Isarquelle erreichst. Ein bestimmter Punkt markiert die Stelle, an dem sich gleich mehrere Quellen zum Isarursprung vereinigen - ein magischer Moment!
Nahe der Quelle erwartet dich in der Kastenalm ein letztes gemeinsames Mittagessen, bevor ein Taxi dich und deine Gruppe nach Scharnitz zurückfährt. Hier endet die Reise und jeder kann individuell oder zusammen mit der Bahn nach München zurückfahren.