Während des Retreats kannst du dich auf zwei Yoga-Einheiten pro Tag sowie auf eine tägliche Kund Fu-Einheit freuen. Yoga und Kung Fu ergänzen sich auf erstaunlich natürliche Weise, weil beide Systeme auf Körperbeherrschung, Atmung, Achtsamkeit und innere Balance ausgerichtet sind – nur mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Yoga und Meditation
Unsere Yogalehrerin Julie ist eine wahre Meisterin ihres Fachs. Ihr ganzes Leben ist dem Yoga gewidmet – sie atmet, isst, trinkt und lebt Yoga. Ihr Unterricht unterstützt deinen Geist und dein Herz dabei, deine eigenen Bedürfnisse zu verstehen. Julie wird dich in eine traditionelle, kraftvolle Hatha-Yoga-Methode einführen, die sie in den letzten 17 Jahren in den wunderschönen Bergen der Ardeche entwickelt hat. Sie und ihr Team passen ihre Kurse an die Bedürfnisse der Teilnehmer:innen an und praktizieren sowohl drinnen als auch draußen, um die Natur zu genießen und den Fluss der Übungen zu spüren. Jeden Tag findet morgens eine Yoga-Einheit über zwei Stunden statt sowie nachmittags über anderthalb Stunden. Ergänzend zum Yoga hast du die Möglichkeit, an einer täglichen Meditation, Atemarbeit oder einen Qigong-Spaziergang über je 30 Minuten teilzunehmen.
Da wir ein Yoga-Zentrum sind, kann es sein, dass andere Teilnehmer:innen vor Ort eine Lehrerausbildung absolvieren oder die wöchentlichen Kurse besuchen.
Kung Fu
Wir bieten dir an, täglich mit unserem großartigen Kung Fu Meister Lex Reinhart zu trainieren, der in den letzten 40 Jahren mehr als 12.000 Schüler:innen trainiert und angeleitet hat. Jede Kung Fu Einheit dauert dabei 60 Minuten. Er ist inspirierend und hat die Kraft, dich für die Yip Man und Pan Nam Methode zu begeistern. Yip Man steht für eine moderne, effiziente und stark vereinfachte Praxis, während Pan Nam eine traditionelle, weich-rund bewegte Variante repräsentiert.
Yip Man gilt weltweit als der bekannteste Vertreter dieses Systems, vor allem weil er der Lehrer von Bruce Lee war und sein Stil durch Filme und internationale Verbreitung großen Einfluss gewonnen hat. Sein Stil zeichnet sich durch klare Strukturen, eine direkte Kampfphilosophie und einfache, aber äußerst effiziente Bewegungen aus. Die Techniken sind überwiegend linear, nutzen konsequent die Zentrallinie des Körpers und zielen darauf ab, Angriffe schnell, geradlinig und mit minimaler Bewegung zu unterbrechen. Typisch für den Yip-Man-Stil sind schmale, aufrechte Stände, die berühmten Kettenfauststöße und ein methodisches Training, das über drei Formen, Holzpuppenübungen und Waffen vertieft wird. Dadurch wirkt dieser Stil modern, rationalisiert und sehr auf praktische Selbstverteidigung ausgelegt.
Die Pan-Nam-Methode hingegen stammt aus einer älteren, traditionelleren Linie, die parallel zu Yip Man existierte. Pan Nam war kein Schüler von Yip Man, sondern bewahrte Elemente, die in anderen südchinesischen Zweigen überliefert wurden. Sein Stil wirkt weicher, runder und fließender, mit mehr Betonung auf harmonischen Übergängen und weichen Energiebewegungen. Der Stand ist natürlicher und etwas tiefer und viele Techniken basieren auf sensitiven Handwechseln statt rein linearen Angriffsmustern. Während Yip Man die Struktur seines Systems stark vereinheitlichte, bewahrte Pan Nam eine eher traditionelle Formausführung und ein Trainingskonzept, das den Wechsel von „weich zu hart“ und die Anpassungsfähigkeit an den Gegner hervorhebt. Dadurch besitzt die Pan-Nam-Methode einen eher klassischen Charakter und vermittelt oft einen stärker „inneren“ Ansatz.